When in Rome, do as the Romans do! oder was man so macht wenn man in einem fremden Land ist.
Morgen Volleyball gucken gehen. Muss ja schließlich das Team supporten. Go Hellfire!
Langsam bekomm ich auch ein bisschen Panik was das Studium hier betrifft. So viel zu schreiben und zu recherchieren. Und dann auch noch zwei Essays gleichzeitig ... ich fühl mich heute auf jeden Fall etwas überfordert mit allem.
Hoffe unser Pubbesuch heute Abend wird mir wieder etwas Mut machen... gibt doch nix besseres als ein schönes kaltes Newcastle wenn man sich scheiße fühlt.
Um halb zehn haben wir uns in zwei Bussen auf den Weg gemacht. Um elf angekommen, gab's dann direkt "The world's best fish and chips". Extrem fettig und mit Essig und Salz. Und es war köstlich! Fish 'n' Chips essend sind wir (eine Finnin, eine Dänin, eine Niederländerin und ich) dann erstmal den Pier runterspaziert. Und wir reden hier von einem Pier wie er im Buche steht. Überall kitschige Spielhallen, ein (kleines) Riesenrad, Schiffe und Touristen.
Scarborough ist aber vor allem bekannt für seine gut erhaltenen Schlossruinen. Mehr als 2000 Jahre alt und wer kommt mal eben vorbei und macht alles kaputt? Natürlich mal wieder die ollen Deutschen im ersten Weltkrieg. Trotz allem ist es noch sehr schön dort.
...und das Meer! Gott wat is dat schön hier!
Was gab es sonst noch zu sehen?
Eine sehr alte Kirche, die leider geschlossen hatte (am Sonntag...), aber auch von aussen ganz schön war. Vor allem die alten Grabsteine aus dem achtzehnten Jahrhundert sind sehenswert! Man kann sogar noch die Inschriften erkennen.
Nachdem wir damit die beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Scarborough gesehen und uns zudem noch die alten Häusern in der Innenstadt näher angesehen hatten, wurden wir langsam etwas durstig. Und was macht man wenn man in England Sonntags nachmittags Durst hat? Man geht ins Pub und könnt sich ein paar Pints.
Wir entschieden uns für ein Pub direkt am Pier mit Aussicht aufs Meer und dem vielversprechenden Namen "The Golden Ball". Das Barmädchen vereinte alle englischen Klischees in sich: schlechte Zähne, etwas speckig, schlecht gefärbte Haare, kein Stilgefühl, kaum zu verstehen und total unfreundlich. Natürlich gab es auch nur uns Touris völlig unbekanntes Bier, so dass wir nehmen mussten was dieses englische Stereotypenmonster uns auftischte. War aber trotz allem ganz in Ordnung.
Ausser uns war noch ein englisches Touristenpärchen und mehrer alte, betrunkene Männer anwesend. Das Bier schmeckte nach der Hälfte des zweiten Pints dann auch ganz gut und wir hatten allesamt ne Menge Spass.
Etwas angeheitert ging es dann im Bus zurück nach Hull.
Alles in Allem ein schöner Tag.
Morgens, bevor es losging zum Bus, hatte ich übrigens noch ein echtes WG-Erlebnis. Da sitzt man nichtsahnend in der Küche und isst sein Müsli und auf einmal steht ein wildfremder Typ in der Küchentür. Hemd noch halb offen, Gürtel auch, Schuhe in der Hand. Kurz darauf: Meine MItbewohnerin, leicht gerötet begleitet sie ihn zur Tür und schon ist er wieder verschwunden.
Während desBiertrinkens im goldenen Hoden (haha ich hab's gesagt!) erfuhren wir dann dass sich bei dem leichtbekleideten jungen Mann um den Halbgriechen Aleks handelt (dessen Bruder übrigens Adonis heißt...ach du scheiße!). Bin gespannt ob wir ihn nun häufiger zu sehen bekommen....
Achja, ich bin übrigens zum Studieren hier. Hätte ich fasst vergessen. Kurse haben heute angefangen. Studieren in England ist sehr sehr zeitaufwendig und leseintensiv! Mal sehen wie ich das so hinkriege.